Es gibt kein Zurück

Im Zauberwald

Manche Dinge muss man irgendwann einfach tun. Und eines davon ist, einmal durch den Zauberwald fahren. Der Zauberwald ist ein Ort, an dem es weder Feen noch Trolle und eben auch keine Bergehilfe gibt. Es ist der berüchtigtste Abschnitt im Freizeitpark Mammut.

Wo sind denn die Elfen und Feen, wenn man sie braucht?

Weder Feen, noch Unimogs

Ein kleines Schild am Anfang des Waldes macht noch einmal deutlich, dass wir ab hier auf uns allein gestellt sind. Natürlich lassen wir uns auch sonst nicht vom Betreiber des Offroadparks bergen, aber es gibt einem doch ein gutes Gefühl zu wissen, dass man sich jederzeit von Jeroen mit seinem Unimog rausziehen lassen könnte.

Doch es ist keine Angst, die wir in der Magengrube fühlen, als wir vor dem Wald stehen, sondern eher ein Kribbeln. Die Vorfreude es uns zu trauen. Klar, mit dem richtigen Offroader ist der Zauberwald kein Problem. Je höher das Fahrwerk, je größer die Reifen, desto größer ist die Chance einfach so durchzukommen.

Sicher spielen auch die Witterungsbedingungen eine Rolle. War es in letzten Wochen eher trocken? Oder hat es viel geregnet? Aber viel Zeit zum Überlegen bleibt uns nicht, denn Alex rauscht mit seinem Monster-Defender an uns vorbei. Gibt Gas im Wald und kommt nach wenigen Minuten am anderen Ende wieder raus.

Mit dem Greifzug rausziehen, ist echt mühsam.

Special

Meld dich jetzt zu unserem Newsletter an und sichere dir 10 Prozent Rabatt auf deine erste Bestellung.

Jetzt anmelden

Das können wir doch auch!

Was der kann, können wir auch! Oder? Wir fahren im gemäßigtem Tempo in den Zauberwald, bleiben aber am Gas. Die Spur ist stark zerfurcht. Nach wenigen Metern setzen wir auf ... und der 90er Defender steckt fest.

Verflixt. Da hatte Alex doch deutlich mehr Bodenfreiheit als wir. Ärgern hilft nix. Wobei eigentlich sind beim Offroad-Fahren die Bergeaktionen immer das Beste. Da wir keine Winde haben, holt Andreas seinen Greifzug aus dem Heck.

Der Defender Pick-up von Michael

Zum Artikel

Er befestigt einen Gurt in Form eines Dreiecks an den beiden Bergeösen und verbindet das Stahlseil des Greifzugs mit einem Schäkel. Dann bewegt er den Hebel. Wieder und immer wieder. Der Wagen bewegt sich leicht. Es ist mühsam. Nach einigen Minuten sieht man ihm die Anstrengung deutlich an. Der Schweiß rinnt ihm von der Stirn und die anfangs noch schnellen Bewegungen des Greifzughebels werden langsamer.

Je mehr Licht, desto besser

Es dämmert, und im Zauberwald ist es schon recht dunkel. Zum Glück ist unser Defender mit reichlich Arbeitscheinwerfern ausgestattet, so dass wir sofort wieder genug sehen.

Marc löst Andreas ab. Frisch am Werk zieht er den Wagen ein Stück nach vorn. Endlich kommen wir frei und wir fahren ein kleines Stück nach vorn. Doch bereits die nächste tiefe Spurrille stoppt unsere Fahrt.

Wir gehen die Spur noch ein Stück ab, die Furchen bleiben weiterhin so tief. Wenn wir da durch wollen, müssten wir uns Stück für Stück mit dem Greifzug vorarbeiten. Es ist schon zu spät, als dass wir das versuchen können.

Also bleibt uns nur der Rückzug. Wir bitten Alex über Funk uns wieder nach hinten rauszuziehen. Also doch zurück. Etwas traurig geben wir uns für heute geschlagen. Aber sei dir gewiss Zauberwald, das war nicht das letzte Mal.

Und am Ende doch zurück.